Darmkrebsfrüherkennung – machen Sie mit!

Darmkrebs ist eine Tumorerkrankung, die vor allem in den westlichen Ländern auftritt. Sie betrifft Männer und Frauen. Zahlreiche Studien deuten darauf hin, dass das Entstehen von Darmkrebs auch mit westlichen Ernährungs- und Lebensgewohnheiten zusammenhängt. Ein gesunder Lebensstil und bewusste Ernährung helfen demnach, Darmkrebs zu verhindern. Zur Risikoreduktion ist es empfehlenswert, auf ballaststoffreiche Nahrung zu achten sowie mehr Obst und Gemüse zu essen. Rotes beziehungsweise verarbeitetes Fleisch sollte nicht täglich verzehrt werden.

Rechtzeitig erkannt, lassen sich viele Krebsarten mit Erfolg behandeln. Besonders gut sind Heilungschancen bei frühzeitig erkanntem Darmkrebs. Für gesetzlich Versicherte stehen eine Reihe von Früherkennungs-untersuchungen zur Verfügung, zum Beispiel Tastuntersuchung, Test auf Blut im Stuhl oder eine Darmspiegelung.

Für Menschen ab 55 Jahren kommt die gesetzliche Krankenkasse für die Darmkrebsvorsorge auf. Hier ist eine Untersuchung auf verdecktes Blut im Stuhl alle 2 Jahre oder einer Vorsorge-Darmspiegelung (Koloskopie) alle 10 Jahre vorgesehen.

Ihr Hausarzt oder der behandelnde Facharzt wird Ihre Fragen gerne beantworten, mit Ihnen zusammen das Risikoprofil besprechen und gegebenfalls weitere Maßnahmen planen oder durchführen.


Fakten aus Baden-Württemberg
Für 2006 liegen aus Baden-Württemberg 64.894 Dokumentationen der Befunde von Darmspiegelungen vor. Bei 13.015 Menschen ergab die Darmspiegelung gutartige Geschwülste, sogenannte Adenome. Bei 560 von ihnen erhärtete sich der Verdacht auf Darmkrebs. Gerade bei Darmkrebs gilt: Je früher er entdeckt wird, desto leichter lässt er sich behandeln und umso größer sind die Chancen auf vollständige Heilung.




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